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Lärmbelastung in Wohnungen – Teppichboden schafft Abhilfe

vom : 17.03.2008

Lärm ist nur schwer zu ertragen – egal ob er von der Straße, aus der Luft oder von Industrie und Gewerbe stammt. Auch laute Geräusche in Innenräumen empfinden wir als besonders störend. Teppichböden schaffen da Abhilfe...

Zu viel Lärm kann krank machen

Zu viel Lärm kann sich negativ auf Gesundheit und Wohlbefinden auswirken. Empfindliche Menschen reagieren bereits auf Hintergrundgeräusche, wie das Summen des Kühlschranks, mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen. Dabei gilt: Je größer die Lärmbelastung und je länger sie andauert, desto schwerwiegender sind die gesundheitlichen Folgen. Über Schlaf-, Lern- und Konzentrationsstörungen hinaus, kann es zur Schädigung des Nerven- und Verdauungssystems, zum Anstieg des Blutdrucks mit einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, zur Gehörschädigung und Schwerhörigkeit bis hin zu Lähmungen und sogar zum Tod kommen.

Sachverständige empfehlen Teppichboden gegen Trittschall

s ist unbestritten, dass textile Bodenbeläge den Trittschall – sowohl im Raum der Geräuschentwicklung als auch in benachbarten Räumen – verringern. Experten gehen davon aus, dass Trittgeräusche durch Teppichboden um bis zu 90 Prozent reduziert werden können.Diese lärmdämmende Eigenschaft des textilen Bodenbelags ist immer wieder Basis von Gerichtsurteilen. So räumte das Oberlandesgerichts Schleswig im August 2007 den Eigentümern oder Mietern von Wohnungen, die sich durch Trittschall aus darüber liegenden Wohnungen belästigt fühlen, das Recht ein, vom Störer (dem Eigentümer der darüber liegenden Wohnung) geeignete Schallschutzmaßnahmen zu verlangen (Beschluss vom 08.08.2007; Aktenzeichen 2 W 33/07; Quelle: Ministerium für Justiz, Arbeit und Europa des Landes Schleswig-Holstein, erhältlich unter http://lrsh.juris.de).
Das Gericht vertrat die Meinung, dass das in der DIN 4109 Ausgabe 1989 geforderte Trittschallschutzmaß von 10 dB durch die Verlegung eines Teppichbodens erreicht werden könne. Selbst abgenutzte Teppichböden seien noch erheblich besser schalldämpfend als ein Laminat- oder Fliesenboden – so der Sachverständige des Gerichts. Denn durch den Teppichboden würden Körperschallanregungen wie Gehen, Laufen, Stühlerücken, Fallenlassen von Gegenständen – anders als bei harten Belägen wie Fliesen, Parkett oder Laminat – gedämpft.

Teppichboden verbessert die Raumakustik

Die Schallabsorption des Teppichbodens wirkt sich auch auf das akustische Raumklima positiv aus. So schluckt der weiche Bodenbelag den von Wänden und Möbeln zurückgeworfenen Schall und verbessert somit die Nachhallzeiten. Das ist wichtig, denn in Räumen mit starkem Nachhall heben sich die Stimmen. Auf diese Weise erzeugt Lärm Gegenlärm.Eine schlechte Raumakustik verursacht oft auch hohe Geräuschpegel in Bildungsstätten. Der Lärm kann Lehrende und Lernende erheblich belasten. So kann er sich negativ auf Stimmapparat, Konzentration und Aufmerksamkeit auswirken. Die Folgen sind beispielsweise mangelnde Sprachverständlichkeit, fehlerhafte Kommunikation, Stressempfinden sowie schlechtere Lern- und Lehrresultate.
Teppichboden kann die Schallpegel vermindern, die Nachhallzeiten reduzieren und somit die Raumakustik verbessern. Störgeräusche verschwinden, die Sprachverständlichkeit erhöht sich. Es wird automatisch leiser gesprochen und ein ruhigeres Verhalten wird begünstigt.
Selbst bei guter akustischer Ausgangslage kann Teppichboden die Nachhallzeiten weiter verbessern – so das Ergebnis einer Lärmmessung von Professor Lothar Siebel, Bauphysiker an der Fachhochschule Aachen.Je dicker und weicher der textile Bodenbelag, desto besser ist die Lärmminderung. Bei hochwertigen Teppichböden gibt es auch nach Jahren der Nutzung keine nennenswerte Verschlechterung des LärmschutzesQuelle:
Heimtex Online-Magazin 01/2008

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